Digital design techniques

In den Digitalen Gestaltungstechniken findet eine sowohl tiefe als auch breite Auseinandersetzung mit Gestaltungsprozessen im digitalen Umfeld statt. Wir explorieren die Schnittstellen zwischen analogen und digitalen Arbeitsweisen und koppeln digitale Schritte bewusst auf die dahinterliegenden, handwerklichen Techniken rück. Ziel ist es, das Digitale nicht als reines Werkzeug zur Automatisierung, sondern als eigenständiges gestalterisches Medium zu begreifen und eine individuelle, digital-handwerkliche Arbeitsweise zu entwickeln.

 

Das Lehrgebiet legt die Basis für einen professionellen und gezielten Einsatz digitaler Mittel. Von der ersten Konzeption über den Entwurf bis hin zur finalen Produktion vermitteln wir detaillierte Kenntnisse über Werkzeuge, Methoden und Herangehensweisen.

Lehre und Inhalte

In Vorlesungen, Seminaren und Übungen werden gestalterische Grundlagen (wie die Wahrnehmungspsychologie und Gestaltgesetze) mit technischen Anforderungen (wie Pixel- und Vektorsysteme, Farbräume oder Auflösungen) verknüpft.

  • Grundlagen I – Exploration: Einführung in das übergeordnete Verständnis digitaler Werkzeuge. In kleinen Schritten untersuchen wir grundlegende Qualitäten wie Figur und Grund sowie organische und geometrische Formen.

  • Grundlagen II – Komposition: Vertiefung der Fertigkeiten in spezifischen Anwendungsfeldern. Hier entstehen komplexe Arbeiten wie die Konzeption eines Plattenlabels inklusive Wort-Bild-Marke, bei der Farbe, Typografie und generative Techniken in einem übergeordneten Konzept zusammenfließen.

  • Spezialisierung (ab dem 3. Semester): Vertiefende Angebote in Bereichen wie digitaler Illustration, rechnergestütztem Informationsdesign, Editorial Design oder der Einführung in Programmiersprachen wie Processing.

Wir kommen in kleinen Lerngruppen von 5 bis 15 Studierenden zusammen, was eine intensive Betreuung und die Verfolgung individueller Ziele ermöglicht. Der Unterricht ist eng mit den anderen Grundlagenfächern des Kommunikationsdesigns vernetzt: Wir stellen direkte Bezüge zur Typografie, den bildnerischen Gestaltungsgrundlagen sowie zur generativen Gestaltung her. Durch regelmäßige Kolloquien reflektieren die Studierenden die Wahrnehmung der eigenen Arbeit und die ihrer Mitstudierenden, was den gegenseitigen Lernprozess fördert.

Werkzeuge und Technologien

Die technische Vermittlung erfolgt über ein breites Spektrum, das herkömmliche Grafiktools mit zukunftsweisenden Technologien verbindet:

  • Standard-Software: Umfassende Arbeit mit dem Adobe-Spektrum (InDesign, Illustrator, Photoshop).

  • Creative Coding & Generative Tools: Einsatz von Processing, P5js und Touchdesigner zur code-basierten oder soundgebundenen Bildgenerierung.

  • Künstliche Intelligenz: Experimentelle Nutzung bildgebender KIs wie Midjourney, Firefly oder Stable Diffusion als Teil des modernen Gestaltungsprozesses.

Produktion und Forschung

Ein wesentlicher Bestandteil der Lehre ist die Rückkopplung zur physischen Welt. Wir begleiten den Prozess bis zur Ausgabe und Produktion – sei es die Aufbereitung für komplexe Druckverfahren, das Ausschießen von Publikationen.

People

University of the Arts